50 Ausgaben. Eine Gemeinde. Ein Magazin.
Florian Schernich über die Entstehung von Mittendrin, das gewachsene Netzwerk und die Zukunftspläne
Uetze. Mittendrin ist das Magazin für die Gemeinde Uetze, ihre Ortsteile und das unmittelbare Umfeld. Spannende Einblicke in das Vereinsleben, interessante Beiträge über Kultur und Kunst, erhellende Infos zur politischen Arbeit der Verwaltung – die Bandbreite ist groß. Immer auch stehen dabei Good News im Fokus, um die Gemeinde Uetze von ihrer besten Seite zu zeigen.
Das gelingt seit mittlerweile 50 Ausgaben. Über die Entstehung des Magazins, das gewachsene Netzwerk und die weiteren Pläne spricht Herausgeber Florian Schernich im Interview, das Malte Schönfeld geführt hat.
Rund 20 Auslagestellen, heute sind es mehr als 50. Nach sieben bis zehn Tagen sind die Ausgaben regelmäßig vergriffen. Rechnerisch erreicht Mittendrin inzwischen etwa jeden vierten Haushalt. Jede Ausgabe ist ein Unikat mit festen Rubriken, aber stetig weiterentwickelter Gestaltung. In jede Ausgabe fließt viel persönliches Herzblut.
Viele Leserinnen und Leser schätzen die Mischung in großer Übersicht. Man weiß immer Bescheid über Vereine, Verbände und Schulen. Welche Bedeutung haben sie für das Magazin?
Sie sind das Herzstück. In der Gemeinde gibt es viel Engagement, viele Ideen und Bewegung. Das Magazin gibt diesem Einsatz eine Bühne. Auch kulturell hat sich die Gemeinde stark entwickelt, sei es bei Lesungen, Konzerten und vielen kleinen Veranstaltungen.
Besonders gern berichten wir über Schulen, wenn dort mehr passiert als Unterricht: Spendenläufe, Turniere oder Podcast-Projekte. Es scheint mir immer noch viele zu unterschätzen, wie lebendig unsere Gemeinde ist.
Ein, wenige Tage nach unserem Gespräch halten die Menschen in der Gemeinde Uetze die 50. Ausgabe Mittendrin in den Händen. Was hat Dich 2023 dazu bewogen, ein eigenes Magazin zu entwerfen?
Um das zu beantworten, muss ich etwas ausholen. In der Gemeinde Uetze gab es früher sehr etablierte Dorfzeitungen. Zum einen „Rund um Uetze“, entstanden auf Initiative des Uetzer Rings als Zusammenschluss von Handel, Gewerbe und Handwerk. Zum anderen „Die Zeitung“, herausgegeben von Hans Willy Bautz.
Als Hans Willy Bautz etwa 2013 oder 2014 seinen Verlag abgeben wollte, stand ich kurz davor, diesen zu übernehmen. Ich habe mich damals jedoch für einen anderen Weg entschieden und bin zunächst im Madsack-Medienkonzern, dann auch bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung tätig gewesen. Der Wunsch, für meine Heimat eine eigene lokale Zeitung herauszubringen, ist aber nie verschwunden.
2023 hat sich dann unerwartet eine neue Gelegenheit ergeben. Ich habe diese Chance ergriffen und Mittendrin auf den Weg gebracht.
Was ist gleich geblieben, wie haben sich die Ausgaben verändert und erweitert?
Gleich geblieben ist der Qualitätsanspruch. Mittendrin erscheint auf hochwertigem FSC-zertifiziertem Papier mit angenehmer Haptik. Herzstück sind Beiträge, die Menschen vor Ort lebendig erzählen – im Gespräch mit Schriftstellern und Autoren ebenso wie mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern.
Verändert hat sich vor allem die Reichweite. Das Magazin ist kostenfrei zur Mitnahme, startete mit rund 20 Auslagestellen und liegt heute an über 50 Orten aus. Nach wenigen Tagen sind viele Ausgaben vergriffen.
Gemeinsam bilden wir ein lokales Netzwerk, das Angebote aus Handel, Gewerbe und Handwerk mit Nachrichten über Uetze verbindet.
Mit großem Ohr ist Mittendrin immer im Rathaus. Was die Verwaltung ausführt, liest man in Mittendrin. Wie sieht Eure Zusammenarbeit aus?
Sehr unkompliziert und direkt. Viele Infos erreichen uns gut vorbereitet bei Rückfragen sind die Verantwortlichen stets ansprechbar. Außerdem ist der Bürgermeister für mich sehr gut erreichbar.
Mittendrin verstehe ich auch als verlässliche Quelle für kommunale Themen und als Brücke zwischen Verwaltung und Bürgerschaft.
Was alle natürlich brennend interessiert: Wie geht es in Zukunft mit Mittendrin weiter? Was sind die derzeitigen Pläne?
Es gibt ganz viele Ideen. Aktuell bauen wir die digitalen Inhalte weiter aus. Neben dem E-Paper soll Mittendrin auch online und in sozialen Medien stärker präsent werden.
Außerdem arbeiten wir gerade an einer digitalen Präsenz, die es so in der Gemeinde Uetze und Umgebung bislang nicht gibt. Mehr möchte ich noch nicht verraten. Wenn alles klappt, wird es richtig gut.
