800 Jahre Dollbergen: Ein Dorf blickt auf Geschichte und Festwoche

Dollbergen. Dollbergen bereitet sich auf sein 800-jähriges Bestehen vor. Rund um den alten Ortskern, die Friedenseiche, Bohns Hof und die Kirche wird sichtbar, was den Ort seit Jahrhunderten prägt: Landwirtschaft, Bahn, Industrie, Natur und ein starkes Vereinsleben.
Gespräch am Dorferlebnispfad
Mittendrin traf Ortsbürgermeister Stefan Heuer, Rainer Richter, Marco Trujka und Henning Schulze am Dorferlebnispfad. Die vier kennen Dollbergen aus unterschiedlichen Perspektiven: aus Politik, Ehrenamt, Vereinsarbeit und eigener Lebensgeschichte.
Rainer Richter ist Vorsitzender des Musikvereins Dollbergen und Sprecher des Arbeitskreises „800 Jahre Dollbergen“. Marco Trujka gehört ebenfalls dem Ortsrat und dem Arbeitskreis an. Henning Schulze wurde 1948 in Dollbergen geboren und kann viele Erinnerungen aus dem Ort erzählen.
Von „Dolberge“ bis zur Bahn
Die erste urkundliche Erwähnung Dollbergens stammt aus dem Jahr 1226. Im Lehnsregister des Edlen Herrn Luthard von Meinersen wird ein „Ekbertus von Dolberge“ genannt.
Über viele Generationen prägte die Landwirtschaft den Ort. Die Kartoffel gehört bis heute zu Dollbergen und ist gemeinsam mit den Destilliertürmen der Industrie im Ortswappen zu sehen.
Ein wichtiger Einschnitt war der Bau des Bahnhofs im Jahr 1871. Mit dem Anschluss an die Strecke Lehrte-Berlin bekam Dollbergen neue Entwicklungsmöglichkeiten. Später prägten Industrie, Verarbeitung und Arbeitsplätze den Ort. Heute zählen Avista sowie die Kartoffelunternehmen GROKA und Deyerling zu den wichtigen Betrieben.
Vereine, Ehrenamt und kurze Wege
Was Dollbergen heute lebens- und liebenswert macht, zeigt sich nicht nur in der Geschichte. Im Gespräch ging es auch um Vereine, Ehrenamt, Natur, Schule, Kinderbetreuung, kurze Wege und Menschen, die Verantwortung übernehmen.
Der Dorferlebnispfad verbindet viele dieser Themen. Er führt durch den alten Ortskern, zur Fuhse, zu historischen Höfen und besonderen Punkten im Dorf.
Festwoche nach fast drei Jahren Vorbereitung
Seit fast drei Jahren bereitet der Arbeitskreis die Festwoche vor. Rund 25 Engagierte arbeiten im Kernteam mit, viele weitere Helferinnen und Helfer unterstützen punktuell.
Rainer Richter beschreibt die aktuelle Phase mit einem sportlichen Bild: Man sei „kurz vor dem Einlauf ins Stadion“. Die lange Vorbereitung ist geschafft, nun wartet die Festwoche.
