Erich Kästner zwischen Satire, Literatur und Pazifismus

Prof. K.-H. Lehmann spricht am 16. September im Freiraum Uetze über Leben und Werk des Schriftstellers
UETZE. Erich Kästner steht am Mittwoch, 16. September 2026, im Mittelpunkt der Reihe „LUST auf WISSEN“ im Freiraum Uetze. Prof. K.-H. Lehmann aus Burgdorf spricht ab 19 Uhr über den Schriftsteller, Satiriker und Pazifisten, dessen Leben von politischen Umbrüchen und persönlichen Gegensätzen geprägt war.
Erich Kästner wurde 1899 geboren und ist bis heute vor allem für seine Kinderbücher bekannt. Zugleich schrieb er Gedichte, Romane, Essays und satirische Texte und bezog immer wieder Stellung zu gesellschaftlichen und politischen Fragen.
Bücher wurden im Nationalsozialismus verbrannt
Während der Zeit des Nationalsozialismus gehörten Kästners Werke zu den Büchern, die öffentlich verbrannt wurden. Er erhielt Schreibverbot, blieb dennoch in Berlin und erlebte dort die Jahre des „Dritten Reiches“.
Prof. Lehmann zeichnet in seinem Vortrag wichtige biografische Stationen nach und verbindet diese mit Kästners literarischem Werk. Dabei geht es auch um die Rolle des Autors als Moralist, Pazifist und kritischer Beobachter seiner Zeit.
Neuanfang nach dem Krieg
Nach dem Zweiten Weltkrieg zog Kästner nach München. Dort arbeitete er als Feuilletonleiter der „Neuen Zeitung“ und beschäftigte sich intensiv mit dem politischen Kabarett.
An seine früheren Erfolge konnte er nach dem Krieg jedoch nicht mehr in gleicher Weise anknüpfen. Der Vortrag geht der Frage nach, wie sich Kästners Leben und Schreiben in dieser Zeit veränderten.
Texte mit Bezug zur Gegenwart
Prof. Lehmann stellt nicht nur die Biografie des 1974 gestorbenen Schriftstellers vor. Er greift auch verschiedene literarische Werke auf und zeigt, welche Gedanken und Beobachtungen Kästners bis heute aktuell geblieben sind.
Zur Auflockerung des Vortrags werden außerdem Gedichte von Erich Kästner vorgetragen. „LUST auf WISSEN“ beginnt am Mittwoch, 16. September, um 19 Uhr im Freiraum Uetze.
