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Titel_Gahre_Ausgabe 57

Schulen, Feuerwehr und Ehrenamt stehen obenan

Uetze. Mehr als 200 Millionen Euro Investitionsstau, neue Schulen und Feuerwehrhäuser, Straßen, Rathaus, Wohnungsbau und eine Verwaltung, die mehr Aufgaben direkt vor Ort erledigen kann: Nach seiner Wiederwahl mit 77,65 Prozent der Stimmen hat Bürgermeister Florian Gahre für die kommenden Jahre eine lange Aufgabenliste. In den vergangenen Jahren sei bereits vieles auf den Weg gebracht worden. Nun gehe es darum, die großen Projekte umzusetzen.

Ganz oben steht für Gahre der über viele Jahre entstandene Investitionsstau von mehr als 200 Millionen Euro. „Wir haben in den kommenden Jahren enorme Investitionen vor uns. Dabei geht es nicht um Luxusprojekte, sondern um Pflichtaufgaben und die grundlegende Infrastruktur unserer Gemeinde“, sagt er.

Dazu gehören die neue Grundschule in Uetze und die Zukunft des Schulzentrums. Auch bei den Feuerwehren stehen Investitionen an. Neue Feuerwehrhäuser sind in Obershagen, Altmerdingsen, Schwüblingsen und Dedenhausen vorgesehen. Hinzu kommen Investitionen in Straßen und der notwendige Rathausanbau.

Mehr Unternehmen und Arbeitsplätze

Uetze soll seinen Charakter als attraktive und nachgefragte Gemeinde behalten. Dafür will Gahre das Standortmarketing weiter ausbauen und den Vorsprung im Wettbewerb um Einwohner, Unternehmen und Arbeitsplätze sichern.

„Eine wachsende und wirtschaftlich starke Gemeinde hat auch mehr finanziellen Handlungsspielraum. Neue Arbeitsplätze und zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen helfen uns deshalb ganz konkret dabei, unsere kommunale Selbstverwaltung zu erhalten und weiterzuentwickeln.“

Mehr Entscheidungen direkt vor Ort

Auch die Verwaltung soll sich weiterentwickeln. Unter dem Motto „Wir für Dich. Dein Uetze.“ will Gahre die Digitalisierung ausbauen, ohne den persönlichen Kontakt zu den Menschen zu verlieren.

Ein konkretes Ziel ist eine eigene Baugenehmigungsbehörde in Uetze. „Viele Wege zur Region Hannover sind für unsere Bürgerinnen und Bürger, aber auch für Unternehmen unnötig weit und umständlich. Ich möchte Entscheidungen und Dienstleistungen stärker hier vor Ort anbieten.“

Unterstützung für das Ehrenamt

Vereine, Feuerwehren, soziale Initiativen, Kultur und Sport bleiben für Gahre wichtige Themen. Sie seien entscheidend für die Lebensqualität in den Ortschaften. Gleichzeitig sieht er die Vereine zunehmend mit Vorschriften und Bürokratie konfrontiert.

„Unser Ehrenamt ist eine der großen Stärken unserer Gemeinde. Gleichzeitig machen immer mehr Vorschriften und Bürokratie den Vereinen das Leben schwer. Ich möchte, dass die Gemeinde hier Partner und Möglichmacher ist und nicht noch zusätzliche Hürden aufbaut.“

Mehr Grün und neue Wege beim Wohnen

Auch bei der Entwicklung der Orte will Gahre die begonnenen Wege fortsetzen. Dazu gehören mehr Grün und die Entsiegelung von Flächen, beispielsweise im Zentrum von Uetze. Gleichzeitig nennt er den Erhalt historischer und ortsbildprägender Gebäude sowie neue Konzepte für den Wohnungsbau.

Dabei soll nicht ausschließlich auf neue Flächen gesetzt werden. „Es muss nicht immer in die Fläche gehen, wir können uns mehr Geschosswohnungsbau trauen, wenn wir erschwinglichen Wohnraum schaffen wollen“, sagt Gahre.

Veränderungen und der Charakter der einzelnen Orte sollen für ihn dabei zusammengehören. „Wir müssen den Mut haben, unsere Gemeinde weiterzuentwickeln und auch neue Wege zu gehen. Gleichzeitig dürfen unsere Orte dabei nicht ihr Gesicht verlieren. Wachstum, moderne Infrastruktur und der Erhalt unserer Identität gehören für mich zusammen.“

Für die kommende Amtszeit geht es Gahre darum, die begonnenen Veränderungen fortzuführen und gleichzeitig die finanzielle Grundlage dafür zu stärken. „Wir haben in den vergangenen Jahren vieles auf den Weg gebracht. Jetzt geht es darum, die großen Projekte auch umzusetzen und Uetze langfristig so aufzustellen, dass die Menschen hier in vielen weiteren Generationen weiterhin gerne und gut leben, arbeiten und sich engagieren.“

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