SPD und CDU in Uetze vereinbaren Zusammenarbeit bis 2031

Die Gruppenvereinbarung setzt Schwerpunkte bei Schulen, Feuerwehrhäusern, Kita-Plätzen und dem Ortszentrum, unterzeichnet wird am 19. Oktober
Uetze. SPD und CDU wollen auch in der neuen Wahlperiode im Uetzer Gemeinderat zusammenarbeiten. Beide Fraktionen haben sich auf eine Gruppenvereinbarung für die Jahre 2026 bis 2031 verständigt. Unterzeichnet werden soll sie am Montag, 19. Oktober, um 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung beider Parteien hervor.
Im Mittelpunkt stehen nach Angaben von SPD und CDU Schulen und Kitas, Sicherheit, bezahlbarer Wohnraum, die Infrastruktur und die Entwicklung der neun Ortschaften.
Bildungscampus am Schulzentrum
Einen Schwerpunkt legen beide Parteien auf die Bildung. Das Schulzentrum Uetze soll zu einem modernen Bildungscampus weiterentwickelt werden. Gymnasium und Gesamtschule sollen enger zusammenarbeiten, außerdem soll ein gemeinsames Oberstufenzentrum geprüft werden.
Für Familien sollen die Betreuungsangebote ausgebaut werden. Zusätzliche Kita-Plätze sind vor allem in Dedenhausen und Dollbergen vorgesehen. Auch in Spiel- und Jugendplätze soll weiter investiert werden.
Vier Feuerwehrhäuser nach einheitlichem Plan
Nach dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Eltze sollen neue Gerätehäuser in Obershagen, Altmerdingsen, Schwüblingsen und Dedenhausen entstehen. Geplant ist, alle vier im gleichen Standard und mit einer gemeinsamen Planung zu bauen. Das spart nach Ansicht von SPD und CDU Zeit und Geld. Der Kommunale Ordnungsdienst soll verstärkt werden, um auch abends und am Wochenende häufiger unterwegs zu sein.
Im Verkehr wollen die Parteien die Anbindung der Ortschaften an die Bahnhöfe verbessern. Der Sprinti soll erhalten und möglichst ausgebaut werden. Schulwege und Ortseingänge sollen sicherer werden. Damit Straßen und Wege schneller saniert werden, soll der Bauhof der Gemeinde mehr Arbeiten selbst übernehmen.
Kaiserstraße soll neu gestaltet werden
Ein weiteres Vorhaben ist die Neugestaltung des Uetzer Ortszentrums. Die Kaiserstraße muss saniert werden und soll mithilfe von Fördermitteln neu gestaltet werden. Zudem wollen SPD und CDU neue Wohngebiete ermöglichen und stärker auf Innenentwicklung setzen. Gefördert werden soll vor allem bezahlbarer und barrierefreier Wohnraum.
Die örtliche Wirtschaft soll durch mehr Standortmarketing und zusätzliche Gewerbeflächen gestärkt werden. Ziel ist es, Arbeitsplätze zu sichern, neue Unternehmen anzusiedeln und langfristig die Einnahmen der Gemeinde zu erhöhen.
Ehrenamt, Freibäder und Energiewende
Vereine, Feuerwehren, Sport- und Kulturangebote sowie die genossenschaftlich betriebenen Freibäder sollen weiterhin unterstützt werden. Beim Ausbau erneuerbarer Energien wollen SPD und CDU erreichen, dass die gesamte Gemeinde direkt davon profitiert. Maßnahmen für Klimaschutz und mehr Grün in den Ortschaften sollen fortgesetzt werden.
Die beiden Parteien heben in ihrer Mitteilung die Zusammenarbeit mit Bürgermeister Florian Gahre und der Gemeindeverwaltung hervor. Die Modernisierung der Verwaltung soll weitergehen. Auch der geplante Anbau am Rathaus und eine eigene Baugenehmigungsbehörde, bei der die Gemeinde mit anderen Kommunen zusammenarbeiten will, bleiben Ziele.
Angesichts der anstehenden Investitionen rechnen SPD und CDU mit großen Anstrengungen in den kommenden Jahren. Fördermittel von Bund und Land sollen deshalb gezielt genutzt werden, etwa für Schulen, Feuerwehrhäuser und Straßen. Unterschiedliche politische Auffassungen blieben bestehen, betonen beide Parteien. Bei den wichtigen Zukunftsfragen wollen sie aber gemeinsam handeln.



