Uetzer Manufaktur macht Museumsbanner zu Taschen

Godje Mahn verarbeitet ausgediente Banner des Wilhelm Busch Museums zu Einzelstücken
Uetze. Ausgediente Ausstellungsbanner des Wilhelm Busch Museums in Hannover bekommen ein zweites Leben: Die Godje Mahn Manufaktur aus Uetze fertigt daraus Taschen-Unikate. Die ersten vier Modelle sind jetzt im Museumsshop im Georgengarten erhältlich.
Die Banner stammen aus dem Lager des Wilhelm Busch Museums – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst. Statt entsorgt zu werden, werden sie in der Uetzer Manufaktur zugeschnitten und vernäht. Motive und Schriftzüge früherer Ausstellungen bleiben dabei sichtbar und machen jede Tasche zu einem Einzelstück.
Loriot und andere Museumsmotive
Zu den ersten Modellen im Museumsshop gehört eine runde Loriot-Tasche mit einem Fahrrad-Motiv aus einem früheren Schaufensterbanner. Eine zweiseitige Umhängetasche kombiniert ein Selbstporträt des Künstlers Ladislav Kondor mit dem Schriftzug des Wilhelm Busch Museums.
Hinzu kommen zwei dreieckige Täschchen in Flieder und Beere. Darauf sind unter anderem die Internetadresse des Museums und das Logo des Kulturbüros der Landeshauptstadt Hannover zu sehen.
Bereits vor der Lieferung an den Museumsshop wurden weitere Taschen verkauft. Dafür verwendete die Manufaktur unter anderem Banner der Ausstellung „Max und Moritz“ sowie Motive mit dem Logo des Museums. Weitere ausrangierte Banner sollen nach und nach verarbeitet werden.
Upcycling aus Uetze
Die Godje Mahn Manufaktur wird von Godje Mahn gemeinsam mit ihrer Tochter Pauline Mahn geführt. Seit acht Jahren verarbeitet die Manufaktur in Uetze alte Materialien zu neuen Taschen und anderen Einzelstücken.
Godje Mahn begann nach eigenen Angaben bereits im Alter von zwölf Jahren damit, eigene Kleidung zu entwerfen und sich das Nähen selbst beizubringen. Später arbeitete sie als Damenschneiderin in der Altstadt von Hannover. Pauline Mahn unterstützt die Manufaktur unter anderem im Marketing und bei organisatorischen Aufgaben.
Den Weg der Museumsbanner von der Abholung bis zur Verarbeitung an der Nähmaschine dokumentiert die Manufaktur auch auf ihrem Instagram-Kanal.
Der Museumsshop im Georgengarten ist dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet und kann auch ohne Museumsticket besucht werden.
